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Auf und Ab im Appenzellerland


Weltbekannt sind die Bilder mit den tief grünen Grashügeln zwischen sanft aufsteigenden Nebelwolken, die den starken Sonnenstrahlen im Morgengrauen nicht widerstehen können. Sie verschafften Fuchs, Gantenbein, Hautle und anderen bekannten Fotografen und Malern zu grossem Ruhm. Wer heute auf über 1'200 Kilometern Wanderwegen durch die bildhübschen Appenzeller Lande lustwandelt, kann etwas erleben: Natur kombiniert mit Appenzeller Brauchtum und Tradition auf informativen Themenwanderwegen.

Witzige und tiefschürfende Themenwege
Der Witzweg von Heiden nach Walzenhausen weiht in die Geheimnisse des «listigträfen» und beissenden Humors des Appenzeller Volkes ein. Der Gesundheitsweg bei Heiden weist auf Kräuter, Kneippen und Quellen, die heilende Kräfte wecken. Der dreistündige «Waggelweg», eine Art Kunst-Gewerbe-Erlebnislauf rund um das Dorf Wald, enthüllt unbekanntes Handwerk aus dem Appenzellerland und verschafft Einblicke ins Verarbeiten von Kräutern, Herstellen von Keramik und Skulpturen. «denn wer sich wegstiehlt, der wird gestrichen aus den Gedächtnissen» eine Erkenntnis, der literarisch Bewanderte auf dem Robert-Walser-Pfad rund um Herisau begegnen werden. (fm)

www.appenzell.ch


Vitalität und Genuss von der grünen Hügellandschaft

Appenzellerland - ein kulinarisches Prunkstück in der Ostschweiz. "Wenn du etwas tust, dann mach es richtig" - dieses Sprichwort trifft auf alles zu, was die Appenzeller anpacken.

Noemi Koch-Cadosi, Hanna Aregger-Keller, Buona VITA (www.buonavita.ch)

Mit schnellen Schritten kommt der Frühling wieder über die idyllische Hügellandschaft des Appenzells; es grünt "allenthalben", und die Wiesen verfärben sich fast über Nacht in gelbe Teppiche. Unseren heutigen Beitrag wollen wir ganz dem leuchtenden Löwenzahn widmen. Der "Gewöhnliche Löwenzahn" stammt ursprünglich aus dem westlichen Asien und Europa , ist aber, auch durch menschliches Zutun, weit auf der nördlichen Erdhalbkugel verbreitet. Durch das frühe Erscheinen seiner Blüten ist der Löwenzahn eine wichtige Bienenweide , die der Entwicklung der Bienenvölker im Frühjahr dient. Für ein Kilogramm Honig muss ein Bienenvolk über 100'000 Löwenzahnblüten besuchen.

Verdauung und Stoffwechsel
Kaum eine Pflanze versorgt uns so vielseitig wie der Löwenzahn: Er strotzt nur so vor Vitalität. Neben Unmengen von Vitamin C enthält er auch Eisen, Kalium und Inulin. Bekannt sind seine Beeinflussung der Verdauung sowie die Stoffwechsel anregenden und harntreibenden Eigenschaften. Deshalb wird er auch im Frühjahr zur Reinigung des Organismus so geschätzt. Aus seinen Blättern entstehen kulinarische Kreationen wie Salate, Gemüse, leckere Suppen und Saucen.

Kulinarische Köstlichkeiten
Im Jahr 2001 haben Verena und Heinz Fiechter-Dütschler in Hundwil die Appenzeller LINE GmbH gegründet. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, kulinarische Köstlichkeiten zum Geniessen und Schenken anzubieten. Ihre Produkte bieten Naturgenuss, denn sie werden nach strengen Richtlinien ausschliesslich aus Zutaten der Region hergestellt. In reiner Handarbeit werden alle Blüten, Beeren, Knospen, Blätter usw. von ihnen oder von Bauern aus der Umgebung geerntet.

Appenzeller LINE, Tel. 071 367 22 33, www.appenzeller-line.ch


Löwenzahn-/Sonnwenig-Sirup und Gelée

Produktion: Die offenen Löwenzahnblüten werden bei trockener Witterung auf ungedüngten Wiesen von Hand gepflückt. 365 Blütenköpfe werden mit 10 Liter Wasser angesetzt und zu Sirup und Gelée weiter verarbeitet. Ein Beispiel: Löwenzahnsirup in der kalten Jahreszeit, mit heissem Wasser und Zitronensaft, verspricht höchsten Genuss. Besonderheit: Der Blütenstaub des Löwenzahns enthält viele Spurenelemente und ist damit ein hervorragendes Stärkungsmittel bei Erkältung und geschwächtem Immunsystem.

Löwenzahnsalat - ein Frühlingssalat
Nur im Frühling, bis etwa Ende Mai, lässt sich dieser köstliche Salat zubereiten. Denn nur die ganz jungen, zarten Blätter vom Löwenzahn lassen sich für den Salat verwenden.

Zutaten:
300 g Löwenzahnblätter
Salz
1 Schalotte
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
2 EL Aceto Balsamico
4 EL Rapsöl
3 EL Sauerrahm

Zubereitung
Löwenzahnblätter verlesen und die harten Stengel raus schneiden.

Gründlich unter fliessendem Wasser waschen, trocken tupfen, in Viertel schneiden und in eine Schüssel geben.

Schalotte putzen, waschen, in kleine Würfel schneiden und locker mit dem Salat mischen.

Für die Marinade den Aceto balsamico, mit Salz und Pfeffer verrühren, bis das Salz sich gelöst hat. Unter Rühren tropfenweise das Rapsöl hinzufügen und zu einer sämigen Sauce schlagen. Mit der Sauerrahm verrühren und die Sauce über den Salat giessen, alles gut vermengen, auf vier Tellern anrichten und sofort servieren.


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