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Die Heilkraft der Natur: Frauenmantel


Ein Allheilmittel für Frauenleiden

"Jede Frau, die es gut mit dem Organ ihrer Schöpfungskraft (Gebärmutter) meint, sollte Alchemilla-Tinktur im Hause haben und sich ihrer bedienen", schrieb 1983 der Anthroposoph Jaap Huibers über den Frauenmantel.

Autorin: Christine Spörri, Phytotherapeutin, mit eigener Praxis in Riehen AG
Auskunft auf www.pflanzenzauber.ch oder Telefon 076 575 30 11

Frauenmantel oder Frauenmänteli ist – wie der Name schon ahnen lässt – ein hervorragendes Frauenheilkraut. Alchemilla vulgaris, so der lateinische Name, ist eine ausdauernde Staude mit bis zu 50 Zentimeter hohen, kahlen oder behaarten, verzweigten und beblätterten Blütentrieben und gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Die sieben bis elflappigen Blätter sind meist etwas gefaltet (schalenförmig), kahl bis zottig behaart. Der Rand ist gezähnt. Die Blüten sind drei bis fünf Millimeter gross, grünlich-gelb und unscheinbar. Die Blütezeit ist von Mai bis August.

Tautropfen ruhen im Blatt
Der Gattungsname deutet auf die Faszination der Alchemisten zu dieser Pflanze hin. Besonders die Tautropfen, die im Blatt ruhen, wenn der Morgentau bereits abgetrocknet ist, inspirierte sie. Diese Guttationstropfen entstehen, wenn die Pflanze überschüssiges Wasser über die winzigen Drüsen am Blattrand ausscheidet und die Tropfen ins Innere fliessen.

Entwässern, entzündungshemmend...
In der Pflanzenheilkunde wird das Frauenmantelkraut (Alchemillae herba) für Heilzwecke genutzt. Der Frauenmantel enthält Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide und etwas Salicylsäure. Durch seine Inhaltsstoffe wirkt er vor allem adstringierend, blutstillend, entwässernd, entzündungshemmend, krampflösend und wundheilend. Er gilt als sanftes Hormonregulans sowie als Uterus- und Verdauungstonikum.

Bei Frauenkrankheiten aller Art
Innerlich (Tee, Tinktur) angewendet kann Frauenmantel bei Frauenkrankheiten aller Art eingesetzt werden. Menstruations- und Wechseljahrsbeschwerden, Unterleibsentzündung, Weissfluss sowie Östrogenabhängige Leiden wie Myome und Zysten können mit Frauenmantel behandelt werden. Auch nach der Entbindung und bei Neigung zu Fehlgeburten sowie bei Magen-Darm-Katarrh, Gastritis und Durchfall lohnt es sich, die Heilpflanze auszuprobieren.
Äusserlich (Kompresse, Spülung, Salbe) findet der Frauenmantel Anwendung  zur Linderung von Vaginalreizungen, bei nässenden Ekzemen und wunden Stellen, als Mundspülung oder Gurgelmittel bei Halsschmerzen, Kehlkopfentzündungen und Geschwüren im Mund.

Praktische Anwendung

Frauenmantel-Tee:
2 TL (ca. 2g) getrocknetes Kraut mit 150ml heissem Wasser übergiessen und 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Den Aufguss abseihen und entweder als Tee (3mal täglich eine Tasse), Waschlösung oder Gurgelmittel verwenden.

Tagesdosis: 5-10g Droge
 


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