Murten ist eine Reise wert
Wer an der Schweizerischen Landesausstellung Expo.02 nicht in Murten zu Gast war, hat einiges verpasst. Nicht nur den begehbaren Monolithen mit dem Panorama der Schlacht von Murten. Auch Murten als Zähringerstadt hat einiges zu bieten. Die gut erhaltene Stadtmauer mit Wehrgang, die engen Gässchen, die ebenso zum Flanieren einladen wie ein Spaziergang am gleichnamigen See.
Noemi Koch-Cadosi, Hanna Aregger-Keller, BuonaVITA (www.buonavita.ch) Fotos: Murtensee Tourismus
Der Mont Vully liegt zwischen dem Murten-, Bieler- und Neuenburgersee. Die Sandsteinhöhlen sind ein beliebtes Ausflugsziel. Auf dem Hügel mit Weitsicht vom Jura bis zu den Alpen gedeihen alte Rebsorten auf Molasse, Sand und kalkhaltigen Böden. Die Winzer verstehen es, aus den Reben, welche die Kelten in diese Gegend brachten, wunderbare Tränke herzustellen. Von den weissen Reben werden die bekannten Gewürztraminer, Freiburger, Pinot gris und Muscat gekeltert. Bei den Rotweinen dürfen der Gamay, Garanoir und Syrah nicht ungenannt bleiben. Wer sich für den vergorenen Traubensaft interessiert, wandert den Weinpfad entlang und degustiert die edlen Tropfen anschliessend direkt beim Winzer.
Fischers Fritz fischt frische Fische – im Murtensee
Viele Fische schwimmen im Murtensee – der grösste unter ihnen soll der Wels sein. Dieser hauptsächlich nachtaktive Fisch ist nicht leicht zu fangen. Man findet ihn deshalb seltener auf Speisekarten wie der Egli oder Zander. Neben dem Frischfisch gibt es noch weitere tierische Spezialitäten – diesmal vom Metzger: Wie auch in anderen bäuerlichen Regionen bieten diese eine grosse Zahl an Würsten und Trockenfleisch an.
Der Nachmittagstee mit Aussicht
Nach dem anstrengenden Spaziergang durch die Altstadt oder durch die Weinberge lohnt sich ein Abstecher in eine der Confisérien oder Bäckereien. Überall findet man süsse Belohnungen. Bekannt ist der „Murtner Nidlekuchen“. Dieser schmeckt am besten frisch zubereitet. Dieses Rezept ist leider geheim, und wir können es Ihnen nicht verraten. Eine weitere süsse Verführung ist der Vully-Kuchen. Er ist einfach zuzubereiten und schmeckt am besten lauwarm zu einem Kaffee oder Tee. Eine typische Zutat ist die „Double Crème“ aus dem Freiburger Land. Das Rezept finden Sie auf www.vitaswiss.ch.
Rezept
für die „Tarte du Mont-Vully“
Zutaten für eine Springform vom 24 cm Durchmesser
Für den Teig:
250 g Mehl
½ Tl Salz
10 g Hefe
20 g Zucker
ca. 1.25 dl Milch, lauwarm
40 g Butter, weich
Für den Belag:
100 g Double Crème
1 Eigelb
75 g Zucker
Die Zubereitung:
Aus den Zutaten eine Hefeteig herstellen, die weiche Butter am Schluss unter den Teig kneten. Während 10 Minuten den Teig kneten und um das Doppelte aufgehen lassen. Den Backofen auf 220°C vorheizen. Die Springform mit einem Backpapier auslegen. Den Teig a cm dick auswallen. Mit einem Löffel Vertiefungen in den Teig drücken. Die Crème Double mit dem Eigelb verrühren und auf dem Teig verteilen. Den Zucker darüber streuen.
In der unteren Ofenhälfte 20 – 30 Minuten goldbraun backen.
Lauwarm zum Kaffee servieren.
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