Melisse – weit verbreitet und bei Gross und Klein beliebt

Vitanews

Die Melisse (lat. Melissa officinalis) ist eine aufrecht wachsende, winterharte Pflanze. Sie wird. ca. 50–60 cm gross. Früher war die Melisse hierzulande eine der typischen Pflanzen im Bauerngarten und ist auch heute noch in den meisten Nutzgärten vertreten. Sie weist einen vierkantigen Stengel auf und ihre Blattstiele sind leicht behaart. Wer ihre Blätter zwischen den Fingern zerreibt, dem fällt sofort ein angenehmer Zitronenduft auf – daher auch der Name „Zitronenmelisse“.

Ätherische Öle beruhigen

Die vielen ätherischen Öle, die in dieser pflegeleichten und anspruchslosen Pflanze enthalten sind, wirken nervenberuhigend. Die Melisse findet daher vor allem dann Anwendung, wenn es um die Beruhigung des Nervensystems geht und kommt bei Schlafstörungen, Spannungszuständen, Nervosität, Reizbarkeit, nervösen Herzbeschwerden, aber auch bei Verdauungsbeschwerden, Übelkeit und Schwindelgefühlen zum Einsatz. Äusserlich wird sie bei Fieberbläschen, Quetschungen und rheumatischen Beschwerden angewendet. Zerquetschte Blätter auf Wunden und Insektenstichen gelegt wirken kühlend und schmerzstillend. Kräuterpfarrer Johann Künzle schreibt zudem: „Seit alters her wird der Melissentee auch als Schönheitsmittel angewendet: Waschungen mit Melissentee entfernen nämlich allerhand Hautunreinigkeiten.“ 

Ihre Herkunft lässt sich nicht verbergen

Ursprünglich in Südfrankreich und Korsika beheimatet, mag die Zitronenmelisse einen Platz an der Sonne. Ab Ende Juli erscheinen kleine, weisse oder rosafarbene Blüten, welche sehr nektarhaltig sind. Die Blätter sollten zwischen Mai und Juli, also vor dem Austreiben der Blüten, geerntet werden, da die Pflanze nun viel Kraft in die Produktion der Blüten investiert. Wer die Blattproduktion noch etwas antreiben will, schneidet im Mai die obersten 10–15 cm der Triebe ab; die Pflanze schiesst dann nochmals aus. Die Triebe können für Melissengeist verwendet oder für Tee getrocknet werden. Die Trocknung sollte an einem windgeschützten, schattigen Ort an der frischen Luft erfolgen. 

Was die Vermehrung der Pflanzen betrifft, ist die Teilung bestehender, ausgewachsener Pflanzen am einfachsten. Oder man gräbt im Frühjahr eine der Jungpflanzen aus, die sich von selbst vermehrt und sich da und dort die schönsten Plätzchen im Garten ausgesucht haben. Ende Saison wird die Melisse dann auf ca. 10cm zurückgeschnitten; schon im zeitigen Frühling zeigen sich bald schon wieder die ersten hellgrünen Blättchen.

 

Frischekick im sommerlichen Blütentee

Wer im Sommer seine Gäste überraschen will, schneidet für den Fruchtsalat ein paar Blättchen der Melisse in feine Streifen. Ebenso ein Hingucker sind die Blättchen, wenn sie in die Aussparungen in der Eiswürfelform gegeben werden und so als Frischekick im Früchteeistee sorgen. Bei Kindern sehr beliebt ist der Zitronenmelissensirup. 

 

((Böxli in schwacher Rubrikfarbe))

Rezept für Melissengeist ((bitte in Böxli))

5 dl Obstbranntwein oder Wodka

50g Melissenblätter 

½ abgeriebene Zitrone

Wer mag, gibt noch etwas Muskatnuss, Koriandersamen, Zimt und ein paar Nelken hinzu 

ca. 1 Woche an der Sonne ziehen lassen (Gefäss zudecken)

Abfiltern 

In Bügelflasche oder in Glasflasche mit Korken verschliessen; dunkel lagern

Melissengeist wirkt auf einem Stück Würfelzucker oder in etwas heissem Wasser gelöst gegen Übelkeit und Einschlafstörungen. 

20–30 Tropfen (entsprechen einem Teelöffel), 3–4 mal täglich. Für Kinder die Hälfte dosieren und nur über einen kurzen Zeitraum regelmässig einnehmen.

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