Ob Sie Ihre persönlichen Ziele erreichen, hängt zu einem grossen Teil von Ihnen selber ab.
Fabrice Müller
Nächstes Jahr möchte ich befördert werden. Ich würde gerne meine grosse Liebe finden und heiraten. Mein Ziel ist es, eine Weltreise zu unternehmen. Hoffentlich schaffe ich die Abschlussprüfungen! Jeder Mensch hat Ziele. Die einen sind kleiner und bescheiden, die anderen gross und ambitiös. Oft sind die Ziele eng mit der Persönlichkeit, mit der aktuellen Situation und dem Alter verbunden. Jüngere Menschen wünschen sich vielleicht eine abenteuerliche Reise, ein erfolgreicher Berufsabschluss oder die grosse Liebe. Ältere Menschen streben zum Beispiel einen glücklichen und gesunden Ruhestand, eine gute Partnerschaft oder viele Enkelkinder an. Wer sich Ziele setzt, kommt diesen einen entscheidenden Schritt näher. Doch manchmal machen wir uns weis, dass wir das eine oder andere nicht erreichen, weil wir Opfer irgendwelcher Umstände sind. Auch wenn das im Einzelf all stimmen mag, liegt es doch auch an einem selbst. Konnte das eine oder andere Ziel nicht erreicht werden, gilt es, zu prüfen, warum es nicht geklappt hat bzw. welche Haltung nötig wäre, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.
Eigenverantwortlich handeln Ohne Eigeninitiative passiert gar nichts. Diese hat mit Eigenverantwortung zu tun. Wer darauf wartet, dass andere den ersten Schritt tun, wird sich den Zielen dieser anderen fügen müssen. Er wird weder Kontrolle über sein Leben haben, noch wird er seine Ziele verwirklichen können. Nur wer eigenverantwortlich handelt, entscheidet darüber, was mit seinem Leben geschieht. Gleichzeitig muss man bereit sein, den erforderlichen Preis für die Verwirklichung der Ziele zu bezahlen. Welche Folgen haben zum Beispiel eine bessere berufliche Stelle oder eine Weltreise für mich und mein Umfeld? Bin ich bereit, für dieses Ziel Abstriche im beruflichen oder privaten Bereich zu machen?
Selbstvertrauen und Selbstkritik Wer seine Zukunft planen und Ziele anvisieren möchte, sollte kurz-, mittel- und langfristig planen. Dabei gilt es, die Sinne offen zu halten, um alle Informationen zu erhalten, die für die Ziele wichtig sind. Erfolgreiche Menschen öffnen sich für all es, was um sie herum passiert. Sie nutzen die empfangenen Informationen und organisieren Hilfsmittel auf intelligente Weise. Deshalb lohnt es sich, jene Sinne zu trainieren, die nicht ausgeprägt sind. Dazu gehört auch, die eigenen Stärken und Schwächen wahrzunehmen und an ihnen zu arbeiten. Zum Erfolg gehört auch Selbstvertrauen. Menschen, die Erfolg haben, glauben an ihre Fähigkeit, Ziele zu erreichen. Ein solches Selbstvertrauen entsteht, wenn man fühlt, dass man von den Menschen aus dem persönlichen Umfeld anerkannt wird. Auf dem Weg zum Ziel gehört auch Selbstkritik. Verschiedene Signale geben Hinweise darauf, ob man auf dem richtigen Weg oder bereits von ihm abgekommen ist. Grundsätzlich gilt: Freue dich an jedem auch noch so kleinen Erfolg! Jeder davon ist ein Schritt nach vorn.
Persönlich, positiv und emotional Die Entscheidung, eine Gewohnheit oder die persönliche Situation zu verändern, bringt nicht automatisch die gewünschte Veränderung mit sich. Sie ist aber der notwendige, erste Schritt. Um eine Veränderung im unterbewussten Selbstbild zu erwirken, sind weitere Schritte nötig. Die Ziele müssen persönlich sein. Man wird nie die gewünschten Ziele erreichen, wenn man Veränderungen bei anderen Menschen programmiert. Hingegen lässt sich eine Veränderung bei sich selber programmieren, die wiederum eine Veränderung bei anderen Menschen bewirkt. Wenn zum Beispiel die Familie an einem gemeinsamen Ziel beteiligt ist, kann man die Nennung des Ziels mit "wir" statt "ich" beginnen. Erst, wenn man das Ziel aufschreibt, wird es eine Programmierung.
Auf diese Weise kontrolliert man freiwillig das eigene Unterbewusstsein, in dem man das visualisierte Bild zum Endergebnis hindirigiert. Durch die mentale Programmierung im alpha-Zustand wird dieser Vorgang noch verstärkt. Die Ziele müssen positiv, sprich bejahend sein. Der Wunsch, in Rente zu gehen, weniger arbeiten zu müssen oder im Lotto zu gewinnen, sind sehr lähmende Zielsetzungen, weil kein Nutzen daraus sichtbar wird. Besser ist es, Ziele so zu formulieren, dass man sich in einer Situation sieht, in der man aktiv ist und Freude hat. Die Ziele sollten stets in der Gegenwart aufgeschrieben werden. Denn die Gegenwart ist der einzige zeitliche Rahmen, in dem das Unterbewusstsein arbeitet. Dort gibt es keine Vergangenheit und keine Zukunft. Wichtig ist, dass das Unterbewusstsein ein Bild empfängt, das so aussieht, als ob man gerade die gewünschte Erfahrung machen würde. Auf diese Weise wird das Ziel emotionalisiert. Formulierungen wie "Ich bin" oder "Ich habe" drücken ganz klar das erreichte Ziel in der Gegenwart aus. Auch emotionale Redewendungen wie "Ich liebe es!" oder "Es macht mir grosse Freude!" sind sozusagen der Motor, der uns schneller zum Ziel"fährt". Die Ziele müssen jedoch erreichbar sein. Ein zu kleines Ziel fordert zu wenig von einem. Die Ziele sollten entsprechend der persönlichen Fähigkeiten und Möglichkeiten fordern. Bei all en Zielen darf man aber nicht vergessen, dass man sich selbst dabei wohl fühlen muss. Ansonsten sucht man sich besser ein anderes Ziel.