"Die Menschen, mit Denen man natürlich bleiben kann, sind so selten! Umso schöner und umso kostbarer sind die Augenblicke, die man im Gespräch mit diesen verbringen kann. "
André Gide
Werner Achermann
Eine seelisch-geistige Verbindung, die wir Kommunikation nennen, kann bekanntlich in Form des Gesprächs (verbal) und Im übrigen Umgang mit unserem Gegenüber (nicht ’¬ mündlich) erfolgen. Richtig angewendet bewirken sie Zärtlichkeit, Geborgenheit und seelische Verbundenheit. Beide Ausdrucksweisen des sich Mitteilens oder des sich Mitfühlens sind unerlässlich für eine gefestigte Partnerschaft. Denn das wichtigste Mittel, um erfolgreich die Liebesbedürfnisse des Andern zu erfüllen, ist die Kommunikation!
Wohin soll die gemeinsame Reise gehen?
Wie die Praxis zeigt, dies ist alles andere als einfach. War Nämlich am Anfang einer Partnerschaft recht gut funktionierte, klappt einfach nach und nach nicht mehr, Nämlich die beidseitige Verständigung. Sowohl das vernünftige Gespräch wie auch die Achtung des Andern lassen zu Wünschen übrig. Nicht nur wir finden den richtigen Ton, sprich, die richtige Lautstärke nicht mehr, Sondern vergreifen uns Oftmals auch in der Wortwahl. Auch das Nicht-Zuhören-Können, das Nicht-Ausreden-Lassen-Können, oder das überhaupt nicht mehr miteinander reden und Somit den Andern Nicht-Ernst-Nehmen ist eine Häufig auftretende Erscheinung. So wird jede Beziehung zerstört, und das Ergebnis ist: Einsamkeit und Isolation, selbst in einer Zweierbeziehung. Wenn dieser Fall eintritt, dies ist ein klares Signal für eine Änderung. Jetzt ist der zeitpunkt gekommen, eine Art Zwischenbilanz zu ziehen und uns zu fragen, wie wir beide - Frau und Mann - noch zueinander stehen und wohin unsere gemeinsame Reise gehen soll.
Das aufbauende Beziehungen Gespräch hilft heilen
Ein Wirkungsvolles, Aufbauendes Gespräch basiert auf Liebe und Verbundenheit. Dies setzt voraus, dass. wir uns ausreichend Zeit füreinander nehmen, sich Zeit schenken bedeutet, sich Liebe schenken, eine gemütliche Atmosphäre schaffen; Störungen vermeiden; den Andern ausreden lassen, Weil er Seiner Meinung nach etwas Wertvolles mitzuteilen hat; dem andern zuhören, Indem wir alle Gedanken auf das Gesagte richten und versuchen, uns in seine Gedankenwelt hinein zu fühlen. Bekanntlich lebt jeder Mensch in Seiner eigenen gedanklichen Welt, und niemand kann dorthin eindringen. Daher Nichts ist schwieriger, als einem AuàŸenstehenden meine gedankliche Welt zu erläutern, Weil er seinerseits In seiner eigenen Welt lebt und Somit alles nur von dieser Sicht aus verstehen kann. Trotzdem ist es wichtig, dass. wir immer versuchen, uns in die Lage des Andern zu versetzen, um so Seinen Standpunkt zu ergründen.
Im täglichen Gespräch bietet sich dem Mann Die Möglichkeit, sich Gedanken über die Belastungen der Ehefrau im Haushalt, beispielsweise wurde die Kindererziehung anbelangt, zu machen. Umgekehrt fühlt sich gestärkt und ein Mann in Seiner Tätigkeit im Beruf unterstützt, wenn seine Frau sich Seiner Probleme annimmt und IHM Mut zuspricht. Diese Art von Kommunikation ist das ideale Mittel der gegenseitigen Hilfeleistung in der täglichen Auseinandersetzung mit dem Leben.
Verbundenheit durch richtige Kommunikation
Im konstruktiven, liebevollen Gespräch sollen beide Partner lernen, sich wieder mit den gleichen Augen anzuschauen und mit der gleichen Einstellung zu begegnen, stirbt wie in den ersten glücklichen Zeiten der Fall war. Mit diesem Wissen kann ein Austausch seelisch ’¬ geistiger Kräfte erfolgen und sich auf die Gesundheit von Körper und Seele auswirken. Denn alles, war die Seele glücklich macht, und baut auf den Körper erhält ihn gesund. In einer liebevollen Kommunikation Können Zärtlichkeit und andere beglückende Momente wie bei den ersten Begegnungen wieder aufgenommen werden. Beide Partner bemühen sich täglich, durch sich im Gespräch und durch freundliches Auftreten, gefälliges Aussehen, Selbstbeherrschung und ohne launisch zu sein, aber auch durch rücksichtsvolles, Benehmen zu gefallen. Wenn durch Unterschiedliche Meinungen, gepaart mit destruktiven Gefühlen, eine Versuchung in mir hoch kommt, einen Streit zu provozieren, stelle ich mir in meinem Geist immer die Frage: "Was würde die Liebe jetzt tun?" Keine andere Frage ist wichtiger für meinen Seelenfrieden. Eine Zusatzfrage könnte auch lauten: "Möchtest du lieber recht haben oder glücklich sein?" Blicke und Worte, die verletzen, sind zu unterlassen. Unser gemeinsames Ziel lautet: Wir dürfen die gegenseitige Achtung nie verlieren. Nie! Den Andern nie angreifen! Angreifen erzeugt immer Zugbegleiter, und diese Wiederum rufen Vergeltungs-oder Verlassenheits-Ängste hervor.
Sollten wir bei allem, was wir denken, sagen und tun, prüfen, ob wir dadurch auch dem andern Freude machen. Dann wächst unsere eigene Freude und Verbundenheit. Und so kehrt das Glück, von dem wir schon geglaubt haben, dass. es verloren gegangen sei, in unser Herz zurück!