Manuka & Co. – Eine erkältungsstarke Familie

Vitanews

Die Maori-Eltern segnen ihren Sohn bei der Geburt: „Willkommen Sohn in dieser Welt, Du wirst so stark wie der Manuka werden.“

Der stolze Manuka (Leptospermum scoparium) ist in Neuseeland zu Hause. Je nach Standort ist er als kleines Gestrüpp anzutreffen oder als meterhoher Baum. Wunderschön ist das Blütengewand, mit dem sich der Manuka monatelang kleidet. Das grüne Kleid ist über und über mit weissen bis rosafarbenen Blüten übersät – der Chromgehalt des Bodens bestimmt die Färbung. Natürlich ist dies ein wahres Bienenparadies! Überall brummt und summt es. Nach der Befruchtung werden die federleichten Samen dann vom Wind in alle Richtungen davongeweht.

 Abwehrstarker Honig

Die Maori, die Ureinwohner Neuseelands, bereiten seit Menschengedenken einen desinfizierenden Absud aus den Blättern und der Rinde des Manukas, um damit Wunden und Entzündungen zu heilen. Interessant: Erzählungen zufolge fütterten Siedler in den 1930er Jahren ihre Kühe mit Manuka-Honig, woraufhin sie vielen Krankheiten besser widerstanden. Der Manuka-Honig ist tatsächlich einzigartig! Forscher haben bestätigt, dass er eine grosse antibakterielle Wirkung hat. Dieser Effekt steht im Zusammenhang mit einem bestimmten Inhaltsstoff: Methylglyoxal, ein Zuckerabbauprodukt. Im Vergleich zu herkömmlichen Honigsorten enthält der Manuka-Honig nämlich bis zu 100-mal mehr Methylglyoxal. Besonders schlecht heilende Wunden lassen sich damit gut behandeln, damit sie sich endlich wieder schliessen.

 Kraft für Kinder

Doch auch die kleinen, fast nadelförmigen Blättchen sind etwas Besonderes. Sie verströmen einen aromatischen Duft, dank dem ätherischen Öl, das in ihnen steckt. Durch Wasserdampfdestillation können wir es für heilkundliche Zwecke gewinnen. Auf körperlicher Ebene wirkt es stark antimikrobiell, ja sogar Hautpilzen rückt es zu Leibe. Ein grosser Pluspunkt: es ist ein kinderfreundliches Öl, das nicht zu stark reizt. In der Duftlampe vertreibt es so auch den Schulstress bei den Hausaufgaben. Denn der Manukaduft ist ein Duft, der uns innerlich stärkt, innere Würde bringt und aufgeregtes Herzklopfen vertreibt.

 Sanft, aber wirkungsvoll

Ein anderes mildes Öl ist das ätherische Myrtenöl mit seinem balsamisch, weichen Duft – es eignet sich in Erkältungszeiten gut für Schwangere, Kinder und zarte Personen. Und für unreine Aknehaut ist das Myrten-Hydrolat ideal, das als Nebenprodukt bei der Gewinnung vom ätherischen Myrtenöl anfällt. Dieses „Engelswasser“ wirkt antiseptisch und festigt das Gewebe. Am besten morgens und abends auf einen Wattepad auftragen und damit die Gesichtshaut wie mit einem Tonic abtupfen.

 Paradiesische Pflanze

Die Myrte (Myrtus communis) stammt direkt aus dem Paradies. Zumindest einer arabischen Legende zufolge soll Adam bei der Vertreibung aus dem Garten Eden einen wohlriechenden Myrtenzweig mitgenommen haben. In der Antike war der Myrtenstrauch dann der griechischen Göttin Aphrodite geweiht, der Göttin der Liebe und Schönheit. Die zart-weissen Myrtenblüten stehen für Reinheit, Jugend und Liebe. Im alten Rom schmückte sich die jungfräuliche Braut daher mit einem Myrtenkranz. Im Christentum war dieser heidnische Brauch zunächst verpönt. Doch nicht lange: Im Jahr 1583 erschien eine edle Fugger-Tochter mit Myrten im Haar vor dem Traualtar. Dies hat damals bestimmt viel Gerede gegeben, war doch bis anhin ein Rosmarinkranz üblich. Selbst Goethe (1749-1832) war von der Myrte verzaubert und ehrte sie in seinen Gedichten: „Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht, Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht.“

 Leckerer Eukalyptus?

Wie Manuka und Myrte gehört der Eukalyptus ebenfalls zu den Myrtengewächsen (Myrtaceae). Sein Zuhause ist in Tasmanien und Australien, also nicht weit von Neuseeland entfernt. Hoch oben in seinen Astgabeln lässt es sich der Koala gut gehen. Grosse Mengen an Eukalyptusblättern sind für viele Tiere giftig, doch nicht für den Koala: Eukalyptusblätter sind seine Leibspeise, auch wenn sie nicht gerade viele Kalorien liefern. So verbringt er einfach über 18 Stunden mit Faulenzen, Verdauen und Schlafen, um Energie zu sparen.

Ein gesunder Duft

Die eiförmigen, leicht länglichen Eukalyptusblätter sind für uns Menschen zwar nicht geniessbar, doch daraus gewinnen wir das ätherische Eukalyptusöl – ein bekannter Klassiker unter den Erkältungsölen. Es hat einen frischen, wachmachenden Geruch. Sein Hauptinhaltsstoff ist 1,8-Cineol – der Gehalt kann leicht über 65 Prozent betragen. Doch Vorsicht: Für Säuglinge und Kleinkinder ist es daher nicht geeignet. Unter Umständen können nämlich Krämpfe in der Atemmuskulatur ausgelöst werden.

 

Fieber ade

Der schnell wachsende, feuchtigkeitsliebende Eukalyptusbaum (Eucalyptus globulus) kann sogar beim Kampf gegen die fieberträchtige Malaria helfen. Wie das, werden Sie sich fragen? Er wurde von uns Menschen im letzten Jahrhundert gezielt in Sumpfgebieten angepflanzt, um sie trockenzulegen. Das Ziel: Die Anopheles-Mücken zu vertreiben. Dieses stechfreudige Insekt ist nämlich der Überträger der Malariaerreger. Auf diese Weise kam der Eukalyptus zu dem Namen „Fieberbaum“.

 Die Myrtengewächse sind in der Tat eine starke Familie im Kampf gegen Erkältung und andere Krankheiten.

 Power-Hausaufgaben-Spray

Zutaten:

30 ml Alkohol (V/V 96%)

15 Tropfen ätherisches Orangenöl (süss)

5 Tropfen ätherisches Manukaöl

 Anwendung:

Alle Bestandteile in einer Braunglasflasche mit Sprühkopf gut mischen. Bei den Hausaufgaben 2-3 Spritzer neben dem Schreibtisch in die Raumluft sprühen.

Und für unterwegs einfach ein paar Spritzer auf ein Taschentuch sprühen und in die Hosentasche stecken. Bei Bedarf einfach herausziehen und immer mal wieder daran riechen – dies lässt beispielsweise Prüfungsstress verschwinden.

 

Schleim-ade-Brustöl

Ätherische Öle sind fettlöslich, weshalb sie gut über die Haut aufgenommen werden. Für ein Brustöl werden 10 Tropfen Eukalyptusöl, 5 Tropfen Cajeputöl und 5 Tropfen Zitronenöl in 50 ml fettem Mandelöl gemischt. Damit wird bei Erwachsenen die Brust mehrmals täglich eingerieben, um festsitzenden Schleim auf den Bronchien zu lösen.

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