Wundervolle Wanderwoche auf der Seiser Alm im Südtirol

Vitanews

Zu der von Ursula Schütz organisierten Wanderwoche auf der einmaligen Seiser Alm im Südtirol hatten sich neun Teilnehmende angemeldet, die nicht nur hoch motiviert und voller guter Stimmung anreisten, sondern auch eine breite Altersspanne von 50 bis 90 Jahren und ganz unterschiedliche Wandererfahrung mitbrachten.

Zu der von Ursula Schütz organisierten Wanderwoche auf der einmaligen Seiser Alm im Südtirol hatten sich neun Teilnehmende angemeldet, die nicht nur hoch motiviert und voller guter Stimmung anreisten, sondern auch eine breite Altersspanne von 50 bis 90 Jahren und ganz unterschiedliche Wandererfahrung mitbrachten. Die erste Rundwanderung zum Hochplateau der Puflatschalm, die auf rund 2100 Metern liegt, diente dem gegenseitigen Kennenlernen und zur ersten Akklimatisation an die Höhe. Sie bot Ursula und ihrem Co-Leiter Christian Besimo auch die Gelegenheit, nach Bedarf und individuell an der Lauf-, Stock- und Atemtechnik zu arbeiten. Schnell einmal war klar, dass die Chemie in der Gruppe stimmte und sich alle ohne viele Worte achtsam gegenseitig unterstützten. Selbst die drohend aufziehenden Gewitter vermochten nicht die gute Stimmung zu dämpfen.

Die Leistungsfähigkeit der Gruppe erlaubte bereits am zweiten Tag eine grössere Rundwanderung, die von der Williams- steil hinauf zur Plattkofel-Hütte und weiter über den langen Grat der Schneid zur Mahlknecht-Hütte führte. Zwei Gruppen waren unterwegs, eine jüngere mit Ursula und eine ältere mit Christian. Seine fünf ‘Goldengirls’ brachten mit ihm zusammen unglaubliche 438 Lebensjahre auf diese Wanderung mit! Nach dem Erreichen des Grates waren die Damen kaum mehr zu bändigen. Beflügelt durch die in allen Farben blühende Alpenflora flogen sie der Mahlknecht-Hütte und dem reichhaltigen Mittagessen auf deren Sonnenterrasse entgegen. Anstelle der kürzeren Rückkehr nach Saltria wählten die Girls zur endgültigen Begeisterung ihres Leiters den längeren Stegerweg über die weiten Weiden der Seiser Alm und bewältigten so an diesem Tag rund 30 Leistungskilometer! Wer etwa dachte, dass beim Abendessen nur noch müde Gestalten am Tisch sitzen würden, der wurde bald eines Besseren belehrt. Freude und Spass beherrschte nicht nur die Tischrunde, sondern den ganzen Esssaal des gemütlichen Hotels Bellavista.

Den dritten Tag ging die Gruppe auch des unsicheren Wetters wegen wieder etwas gemütlicher und gemeinsam an. Auf und ab führte der Rundweg durch die blühenden Almwiesen von Compatsch über Saltria bis hinauf zum Mont Sëuc, der zur Schonung vor der erneut grösseren Wanderung des kommenden Tages mit der Sesselbahn bezwungen wurde. Mit seinen gut 20 Leistungskilometern war aber auch dieser Tag nicht ganz ohne. Zudem wurde er von den Teilnehmenden dazu benutzt, Wissenswertes zur Sicherheit in der freien Natur und insbesondere in den Bergen zu erfahren.

Der vierte Tag wurde wieder den unterschiedlichen Fähigkeiten und Bedürfnissen der Teilnehmenden angepasst. Während die eine Gruppe eine weitläufige Hüttenwanderung am Fuss des Schlern bewältigte, stieg die andere auf diesen hinauf und querte anschliessend über die gleichnamige Hochebene zur Tierser Alpl- Hütte hinüber. Spätestens nach der Überquerung der Rosszahn-Scharte war auf dem stotzigen Abstieg zurück zur Seiser Alm eine gute Stocktechnik gefragt, für deren Erlernen diese Überschreitung genügend Gelegenheit geboten hatte. Was war das doch wieder für alle ein herrlicher Bergtag!

Nach einem ruhigen Tag mit nur kurzer Wanderung zur Vertiefung der Kartenkunde führte die grosse Abschlusswanderung ins Massiv des Platt- und Langkofels. In der Nacht hatte es geregnet und so war der Boden aufgeweicht und rutschig. So bedurfte die Traversierung des wilden Wandfusses des Plattkofels von der Williams- zur Langkofel-Hütte erhöhter Aufmerksamkeit, die durch ein vom Bergbach unterhöhltes Schneefeld zusätzlich gefordert wurde. Nach einem letzten gemeinsamen Mittagessen auf der Terrasse der Langkofelhütte galt es den Abstieg nach Saltria zu bewältigen, wobei sich die eingeschworene Wandergruppe selbst durch aufziehenden Regen den Genuss der weiten Weiden und Wälder nicht vergällen liess. Der letzte Abend sah nur zufriedene Gesichter und hörte den vielfachen Wunsch, dieses gemeinsame Bergerlebnis im kommenden Jahr andernorts zu wiederholen.

Fotos als PDF der Wanderwoche HIER

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