Zimt - Luxusgut aus einer anderen Zeit

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Zimt gehörte im Mittelalter zu den begehrtesten Handelsgütern. Alles, was aus dem Orient kam, weckte das Interesse des wohlhabenden Bürgertums.

Teuer und elitär

Im Mittelalter begann sich die Oberschicht für alles, was aus dem Fernen Osten kam, zu interessieren: nicht nur für Stoffe wie Samt und Seide, sondern auch für Gewürze wie Pfeffer, Muskat und Zimt.

Händler brachten den Zimt zuerst auf dem Landweg über Ägypten nach Europa. Später wurde dieser auch mittels Schiff über die Landenge von Suez nach Alexandria und von dort übers Mittelmeer nach Venedig gebracht. Für die Mehrheit der Bevölkerung waren die Gewürze aus dem Orient nicht erschwinglich. Erst als Vasco da Gama 1497 den direkten Seeweg nach Indien entdeckte, sanken die Preise für den inzwischen völlig überteuerten Zimt.

Zimt ist nicht gleich Zimt

Zimt (Cinnamomum verum) wird zwei Mal pro Jahr aus der inneren Rinde des Zimtbaumes gewonnen, der ursprünglich in Sri Lanka beheimatet ist, heute aber auch in Madagaskar und auf den Seychellen angebaut wird. Beim Abschälen der Rinde rollt sich diese auf beiden Seiten zusammen. Mehrere dieser Rollen werden aufeinander gelegt und so getrocknet.

Die Produktion des so genannten Ceylon-Zimtes ist aufwendiger, was auch den etwas höheren Preis erklärt. Der Cassia-Zimt, der hauptsächlich aus China, Vietnam und Indonesien stammt, gelangt aufgrund seines weniger starken Geschmackes primär in gemahlener Form auf den Markt.

Zimt wird in der Küche seiner Herkunftsländer ganzjährig und nicht nur für Süssspeisen eingesetzt; nur bei uns Europäern weckt er typischerweise Erinnerungen an Glühwein und Punsch, an Winter und Weihnachten.

Überall einsetzbar: Aromatherapie, Gastronomie, Wellness

Es wäre aber schade, den Zimt nur als Zutat von Zimtsternen einzusetzen: Zimt besitzt entzündungshemmende Eigenschaften und wirkt keimtötend gegen Pilze, Viren und Bakterien. Da Husten, Halsweh oder Schnupfen oft durch Viren verursacht werden, wirkt der warme, süsse und würzige Duft in Form von Zimtöl in der Duftlampe auch in diesen Fällen.

Bei Verdauungsstörungen und Blähungen ist Zimt ein zuverlässiger Helfer. Er fördert die Durchblutung sowie die Bildung von Verdauungssäften und besitzt anregende Eigenschaften. Wohl auch deshalb fehlt er nie, wenn es um „natürliche Aphrodisiaka“ (Mittel, welche das Lustempfinden verstärken sollen) geht. Bei Muskelkater wirkt eine Massage von Zimtöl mit Mandelöl. Zimtöl darf jedoch nicht während einer Schwangerschaft verwendet werden.

 

Rezept Verdauungstee

2 Liter Wasser

1 Zimtstange

1 EL Fenchelsamen

2 Gewürznelken

2 Sternanis

1 EL Pfefferminz 

Die Fenchelsamen in einem Mörser etwas zerstossen und Zimtstange auseinanderbrechen. Zusammen mit Nelken und Sternanis ins Wasser geben. Aufkochen. Pfanne vom Herd nehmen und die Pfefferminze hinzugeben. 5 Minuten ziehen lassen. Nach Belieben süssen. Passt als Begleiter zu schwerem Essen wie Fondue oder Raclette. 

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